Kirchendemo zur Synode ist gut vorbereitet!

Es wird eine super Beteiligung an den beiden Demonstrationen zur Synode im Henriettenstift geben. Alle Medien, die Presse, das Radio und Fernsehen werden live berichten. Auf der Dialogkundgebung werden Landesbischof Meister und die Präsidentin des Landeskirchenamtes Rede und Antwort stehen. Hoffentlich reden sie diesmal Klartext vor allem zum Wechsel zum Kommunaltarif. Es kann jetzt auch nicht mehr länger gewartet werden. Denn jetzt beginnen die Kommunen ihre Haushalte 2017 und 2018 aufzustellen.

Wir brauchen jetzt die klare Ansage von den kirchlichen Arbeitgebern, dass sie zusammen mit den Arbeitnehmerorganisationen in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission (ADK) den Wechsel zum Kommunaltarif (TVöD) beschließen werden. Auf der Grundlage dieser Richtungsentscheidung werden sich dann alle anderen Fragen sofort klären lassen wie die Nachzahlung der Tariferhöhung und sogar ein moderater Eigenanteil zur kirchlichen Betriebsrente (ZVK).

Doch gibt es im Landeskirchenamt leider immer noch Zauderer und Centfuchser in verantwortlichen Positionen. Ihr „Argument“ lautet: Wenn wir den Kommunaltarif beschließen und nicht mehr billiger sind als die kommunalen Einrichtungen, werden vielleicht einige Kommunen  Betriebsführungsverträge für Kitas kündigen! Wir wollen aber keine einzige Einrichtung verlieren.

Den Zauderern und Centfuchsern rufen wir zu: Ohne den Wechsel zum Kommunaltarif werden wir einen noch größeren Personalnotstand bekommen und die Einrichtungen werden ausbluten. Wollt ihr das wirklich?

Arbeitsbefreiung zur Teilnahme an Veranstaltungen beruflicher Vereinigungen

Wir sind gebeten worden, die Rechtsgrundlage für die Arbeitsbefreiung für die Teilnahme an Veranstaltungen beruflicher Vereinigungen auf die Homepage zu stellen. Dem kommen wir gerne nach:

Arbeitsbefreiung zur Teilnahme an Veranstaltungen beruflicher Vereinigungen

Es handelt sich bei der Demo am 26. Mai vom Hauptbahnhof Hannover zur Dialogkundgebung vor dem Henriettenstift zweifellos um eine Veranstaltung beruflicher Vereinigungen.

Wenn uns durch die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und des Bundesverfassungsgericht das Streikrecht schon vorenthalten wird, sollten wir die kirchliche Möglichkeit der Arbeitsbefreiung für uns nutzen.

Vor längerer Zeit zitierte ein Superintendent auf einer Mitarbeiterversammlung Paulus: „Denn es spricht die Schrift: Du sollst nicht dem Ochsen das Maul verbinden, der da drischt, und: Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Damit ist neben einer gerechten Entlohnung (die uns willkürlich verweigert wird) auch gemeint, dass sich die kirchlichen Leistungsträger (also wir) frei äußern dürfen!

Lasst uns am 26. Mai 2016 vor der Synode die Wertschätzung unserer Arbeit einfordern!

 

Jetzt Arbeitsbefreiung für die Demo zur Synode am 26.05.2016 beantragen

Info an alle kirchlichen Beschäftigten der Ev.-luth. Landeskirche Hannover!

Wir haben für Euch eine tolle Nachricht: Ihr könnt den beigefügten Antrag auf Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung der Bezüge bei Eurem Arbeitgeber stellen, um auch dann an der Demo teilzunehmen, wenn Euer Dienst noch nicht beendet ist.

 Bitte fügt dem Antrag auf Arbeitsbefreiung Arbeitsbefreiung gem § 23 Abs 4 DVO 2 auch den Demonstrationsaufruf Demo-Aufruf bei , aus dem ersichtlich wird, dass zur Demonstration und der geplanten Dialogkundgebung mit dem Landesbischof Ralf Meister von zwei beruflichen Vereinigungen, der Kirchengewerkschaft Niedersachsen und dem VkM-Hannover, gemäß § 23 Abs. 4 eingeladen wird.

Die Veranstaltung wurde extra auf den Nachmittag gelegt, um vormittags den normalen Dienstbetrieb zu gewährleisten.

Falls es wider Erwarten Schwierigkeiten mit Eurem Arbeitgeber geben sollte, meldet Euch bei uns werner.massow@kg-nds.de

Wir freuen uns aber auch über Rückmeldungen, mit wie vielen Personen ihr teilnehmen werdet.

 

 

 

Demonstrationsaufruf zum Ausdrucken

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier findet ihr den Demoaufruf für die Proteste bei der Synode am 26.05.2016.Dieser Aufruf darf an allen schwarzen Brettern und in den Mitarbeiterräumen ausgehängt werden.

Es handelt sich dabei um einen offiziellen gewerkschaftlichen Aufruf, von Organisationen die in der kirchenlichen Arbeitsrechtsregelung mitwirken. Sollten einzelne Arbeitgeber diesen Aushang beanstanden und die rechtswidrige Abnahme verlangen, bitten wir um Mitteilung, damit wir Abmahnungen erteilen können:  Vorlage Demo-Aufruf mit Bild + Text 3

Fotos von der Kundgebung vor dem Henriettenstift am 21.11.2007 gesucht

Die letzte Protest-Kundgebung der Arbeitnehmerorganisationen Kirchengewerkschaft Niedersachsen (damals noch unter dem Namen MVV-K), Vkm und Verdi fand vor fast neun Jahren am 21.11.2007 statt. Es ging darum, dass unser Weihnachtsgeld unter eigenartigen Umständen willkürlich zusammengestrichen wurde.

Während der Kundgebung wurde die Synodaltagung aus Achtung vor der Mitarbeiterschaft unterbrochen. Die damalige Landesbischöfin Frau Dr. Margot Käßmann und der Präsident der Synode Jürgen Schneider suchten den Dialog mit den Kirchenbeschäftigten und beantworteten ihre Fragen vom Rednerpodium aus. Ihr Wunsch, dass bei der Kirche bald wieder geordnete Verhältnisse zurückkehren sollten, ging für viele Jahre in Erfüllung.

Heute haben wir wieder viele Gründe um zu protestieren!

Wer hat noch Fotos von der damaligen Aktion? Wir wollen sie gern zur Erinnerung auf die Homepage stellen.

Gerechte Bezahlung: Demo zur Synode am 26.05.2016 angemeldet

Um Gottes willenWährend sich überall im Land Arbeitgeber und Gewerkschaften einigen, meinen einige Verantwortliche der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers den 23.000 Beschäftigten zeigen zu können, wo ihrer Meinung nach der Hammer hängt. Ohne jede Rechtfertigung verweigern sie den Beschäftigten die fällige Tariferhöhung von 2,3 %, mindestens 75 Euro zum 01.03.2016.

Dabei ist diese Tariferhöhung als solche gar nicht strittig. Diese Tariferhöhung, in den Partnerkirchen von Oldenburg und Braunschweig längst beschlossen, wird zurückbehalten, um einen Eigenanteil der Beschäftigten trotz voller Kirchenkassen zu erzwingen. Die „Argumente“ für den Eigenanteil der Arbeitnehmer sind beliebig und wechseln ständig: Mal können die kirchlichen Anstellungsträger nicht zahlen (Frau Dr. Springer), mal ist der Haushalt defizitär, so Dr. Krämer, der nicht einmal davor zurückschreckte, die Kosten für die Flüchtlinge als Argument für den Eigenteil ins Feld zu führen oder es sei nur gerecht gegenüber den Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes (Dr. Lehmann), weil sonst die kirchlichen Beschäftigten besser gestellt seien. Dazu und zu der unzureichenden Information der Synode werden wir noch vortragen.

Die Arbeitnehmerorganisationen weisen dagegen daraufhin, dass eine Beschäftigung zu kirchlichen Tarifen zu erheblichen monatlichen Lohneinbußen führt: ADK-Info 2016_04_28.

Die kirchlichen Arbeitgeber scheinen in einer anderen Welt als die kirchlichen Arbeitnehmer zu leben. In der angeblichen Dienstgemeinschaft scheint es leider erhebliche Klassenunterschiede zu geben (siehe Karikatur), die privatrechtlich Beschäftigten werden zurzeit recht „mies“ behandelt. Wer kann an der Verschlechterung der Arbeitsbeziehungen in einer Zeit des sich verschärfenden Fachkräftemangels ein Interesse haben?

Dagegen darf in unserem Land wegen der Privilegierung der Kirchen leider nicht gestreikt werden. Offen steht uns aber die Form der Demonstration in unserer Freizeit. Die gemeinsame Demo der Kirchengewerkschaft Niedersachsen und des VkM Hannover am 26.05.2016 vom Hauptbahnhof zur Synode ist angemeldet: Versammlungsanzeige Kirchengewerkschaft Niedersachsen.

Bitte teilt mit, wenn ihr teilnehmen wollt. Wir müssen hoffentlich die Zahl der Demonstrierenden nach oben korrigieren!

Wir sind es wert, dass wir anständig von der kirchlichen Obrigkeit behandelt und gerecht bezahlt werden!

Entgelterhöhung erneut verweigert! Demo am 26.05.2016 bei der Synode

ADKUngerecht:

Die Landeskirche Hannovers verweigert in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission (ADK) am 28.04.2016 ihren 23.000 Beschäftigten, die bereits für OL und BS beschlossene Erhöhung der Entgelte um 2,3 %, mindestens 75 €. Sie verknüpft damit Bedingungen zur Einführung eines Eigenanteils zur kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) von nunmehr 0,8 %. Damit wollen die Arbeitgeber die Beitragserhöhung von 4% auf 4,8 % zur kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) in voller Höhe auf die Beschäftigten abwälzen. Das wären die höchsten Arbeitnehmeranteile in ganz Deutschland bei einer kirchlichen Zusatzversorgungskasse.

Die Arbeitnehmerseite betonte dagegen, dass die kirchlichen Beschäftigten ohnehin nur sehr schlecht bezahlt werden. In vielen Bereichen verschärft sich deshalb der Personalnotstand, z.B. in den Kindertagesstätten. Das scheint die kirchlichen Arbeitgeber nicht zu interessieren.

Wertschätzung sieht anders aus!

Die Kirchengewerkschaft Niedersachen und VkM Hannover rufen gemeinsam zu Demonstration auf!

Nähere Informationen in Kürze!

Vizepräsident Dr. Krämer: Landeskirche Hannovers knapp bei Kasse

Es ist nahZusatzversorgungskasseezu unglaublich: Während die Kolleginnen und Kollegen aus der Kirche in Oldenburg und auch der Landeskirche Braunschweig die tarifliche Anpassung von plus 2,3 %, mindestens 75 € pünktlich ab dem 01. März 2016 erhalten, wird dies den 23.000 Beschäftigten der Landeskirche Hannovers mit einer als erpresserisch empfundenen „Begründung“ vorenthalten. Zwar sei die Tarifanpassung als solche nicht in Frage zu stellen, doch es gäbe sie nur, wenn sich die Arbeitnehmerseite zu einem Eigenanteil an der Zusatzversorgung bereit fände. Die Arbeitnehmerseite hatte hierzu erklärt, dass sie für den Erhalt der Kirchlichen Zusatzversorgung eintrete, ja auch über einen Eigenanteil verhandeln würde, wenn die Landeskirche Hannovers den Nachweis erbrächte, dass sie nicht in der Lage sei, den Umlagesatz von 4,8 % genauso wie zahlreiche anderer Kirchen alleine zu tragen. Jeder weiß, dass es den Kirchen zurzeit finanziell so gut geht wie seit langer Zeit nicht mehr. So konnte die Landeskirche auch nicht den Nachweis erbringen, dass sie  nicht leistungsfähig isei. Sie konnte auch, dass Argument nicht entkräften, dass der Umlagesatz bisher für die überwiegend fremdfinanzierten Mitarbeiter in voller Höhe durch Kommunen und andere Kostenträger aufgebracht würde. Letztes Argument der Kirchenleitung war dann der Hinweis auf die hohen Kosten durch die Flüchtlingsbetreuung…

Weil die Kirchenleitung letztlich merkte, dass sie mit Argumenten nur dürftig ausgestattet war, griff sie zu einer „Gewaltmaßnahme“. Wenn die Arbeitnehmerseite entgegen ihrer Auffassung von vollen Kirchenkassen nicht unverzüglich dem Eigenanteil für die 23.000 Beschäftigten der Landeskirche Hannovers zustimmen würde, gäbe es eben die Tariferhöhung nicht. Hier stimmt etwas nicht im Denken der Führung der Landeskirche: Wenn die Tarifanpassung nicht strittig ist, darf damit nicht in dem anderen Streitpunkt Eigenanteil zur kirchlichen Zusatzversorgung  „erpresst“ werden. Es wäre auch möglich gewesen, nur diese Frage des Eigenanteils vor die Schlichtung zu bringen. So ist das auch im Dritten Weg eigentlich vorgesehen. Wenn die Arbeitnehmerorganisationen hier „eingeknickt“ wären, weil die Mächtigen der Kirchenleitung zuzeit das Wort „FAIRER UMGANG MIT DEM SOZIALPARTNER“ nicht buchstabieren können, wären alle im Zusammenhang mit der Dienstgemeinschaft postulierten Werte verraten worden.

Hier findet ihr das gemeinsame ADK-Info 1/2016: ADK-Info 2016-01

 

Umzug und neue Postanschrift der Kirchengewerkschaft Niedersachsen

160223-UmzugskistenLiebe Kolleginnen und Kollegen,

es wird kein weiter Weg werden, dennoch ändert sich für die Kirchengewerkschaft Niedersachsen in dieser Woche einiges: Wir beziehen neue Büroräume!

Ab Freitag, d. 26.02.2016, sind wir nicht mehr im schönen Stadtteil Linden, sondern direkt in der Innenstadt von Hannover erreichbar. Briefpost und Besuch findet uns dann in der Osterstr. 1, 30159 Hannover. Die Telefonnummern (Zentral: 0511/27024530) und Faxnummer (0511/27024535) bleiben gleich. Wegen der Umstellung der Telefonanlage sind wir von Mittwoch, 24.02., bis spätestens Freitag, 26.02., nicht erreichbar.

Wir wünschen Ihnen und Euch eine ebenso spannende Woche!

Sozial- und Erziehungsdienst: Wechsel zum Kommunaltarif

Am 03. Februar haben die Kirchengewerkschaft Niedersachsen und die AG VKM gemeinsam beantragt Wechsel für TVöD-SuE, dass die Dienstvertragsordnung dahingehend verändert wird, dass rückwirkend zum 30.09.2015 für die Beschäftigten im Sozial- und Erzeihungsdienst (Kitas, Beratungsstellen, Sozialarbeit) der Kommunal-Tarif (TVöD SuE) gelten soll. Auch die  Arbeitgeber sehen durchaus, dass es auf Dauer nicht mehr möglich ist, mit dem Tarifvertrag der Länder (TV-L) genügend Fachpersonal halten und gewinnen zu können. So verdient eine Erzieherin oder eine Sozialarbeiterin im Kommunalbereich in der Endstufe fast 400 € pro Monat mehr; bei Leitungskräften ist der Unterschied noch größer.

Doch auch die anderen Berufsgruppen würden bei einem Wechsel zu TVöD profitieren. Deshalb soll geprüft werden, ob es sinnvoll ist, in einem zweiten Schritt den TVöD für alle Beschäftigten in Kraft zu setzen. Alles andere wäre auch ungerecht!